
Veranstaltungen zur nachhaltigen Beschaffung sind meist theorielastig. Auf abstrakter Ebene wird erörtert, auf welche Weise Nachhaltigkeitsgesichtspunkte in Ausschreibungen berücksichtigt werden können. Das Ergebnis ist oft verwirrend. Referate befassen sich mit der Berechnung von Lebenszykluskosten, fiktiven CO2-Aufschlägen, Eignungs- und Zuschlagskriterien für Nachhaltigkeit, Materialvorgaben etc. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bleiben ratlos zurück: wie können all diese rechtlichen Vorgaben sinnvoll, effizient und rechtssicher in Ausschreibungen integriert werden?
Der Hamburger Projekttag "Nachhaltiger Einkauf" geht anders vor: ganz bewusst spart er theoretische Referate aus. Im Fokus stehen ausschließlich konkrete Projekte. Einkäuferinnen und Einkäufer aus ganz Deutschland stellen Projekte vor, bei denen sie Nachhaltigkeitskriterien in den Einkaufsprozess integriert haben.
Jeder Vortrag dauert maximal 20 Minuten, beginnt mit einer bebilderten Projektbeschreibung und geht dann auf die einkaufsspezifischen Fragen für Nachhaltigkeit ein. Eine Plakatwand illustriert das Projekt und in den Pausen stehen die Projektverantwortlichen für Rückfragen und den Austausch von Unterlagen sowie Kontaktdaten zur Verfügung.
Auf diese Weise wird aus dem schwierigen Thema nachhaltige Beschaffung ein bunter Strauß aus praxisrelevanten Anregungen und Kontakten.