Erfahrungen austauschen und neue Lernwege nutzen in den
Führungskräfte Foren und Praxisseminaren des Behörden Spiegel


WEBINAR: Losvergabe vs. Gesamtvergabe in der Praxis
Einführung in die Pflichten des öffentlichen Auftraggebers
Gegenstand des Seminars
Die in § 97 Abs. 4 GWB geregelte Aufgabe des öffentlichen Auftraggebers mittelständische Interessen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge vornehmlich zu berücksichtigen, manifestiert sich in seiner Pflicht, die Gesamtleistung grundsätzlich in einzelne Lose aufzuteilen. Diese Pflicht ist nicht etwa als gut gemeinter Ratschlag zu verstehen, sondern ist eine bieterschützende Regelung, welche zumindest im Oberschwellenbereich durchaus auch in der Nachprüfungsinstanz durchgesetzt werden kann. Der öffentliche Auftraggeber muss das Dilemma im Spannungsfeld zwischen Mittelstandsschutz und vermeintlich verschlankter Auftragsabwicklung lösen; dies bereits anfänglich in der Vergabekonzeption bei der Bedarfsbestimmung. Diese Prüfung des öffentlichen Auftraggebers ist der rechtlichen Kontrolle zugänglich. Der Maßstab dieser Kontrolle ist allerdings beschränkt. In der obergerichtlichen Rechtsprechung wird dies verschieden ausgelegt, so dass teils eine sehr unterschiedliche Beurteilung des Maßstabes stattfindet.
 
Der Vortrag setzt sich damit auseinander, wie sich der öffentlichen Auftraggeber vor diesem Hintergrund mit der Teilbarkeit und den Ausnahmen zur Rechtfertigung einer Gesamtvergabe auseinandersetzen muss und gibt einen Überblick über die Kriterien, nach welchen dies Prüfung erfolgen muss.
Zielgruppe

Das Seminar soll das erforderliche Wissen vermitteln, um das Gebot des Mittelstandsschutzes durch Losvergabe in der Praxis einordnen und bewerten zu können. Dabei wird berücksichtigt, dass die Unterschwellenvergabe in der Praxis die Regel ist. Das Webinar richtet sich ebenso an Personen, die keine oder nur rudimentäre Erfahrungen in der deutschen Vergabepraxis haben, sich den dortigen Herausforderungen aber kurzfristig stellen wollen oder müssen, wie an Personen die bereits erste Erfahrung auf dem Gebiet des Vergaberechts haben.

Seminarablauf

Themenüberblick:

  • Überblick über die Regelung des § 97 Abs. 4 GWB – Gesamtvergabe vs. Losvergabe
  • Ist die zu beschaffende Leistung teilbar?
  • Was gilt für Liefer-/Dienstleistungen, Planervergaben und Bauvergaben?
  • Wenn ja, liegt eine Ausnahme aus wirtschaftlichen und/oder technischen Gründen vor?
  • Nach welchem Maßstab prüfen Nachprüfungsinstanzen die Entscheidung des öffentlichen - Auftraggebers?
  • Wie muss der öffentliche Auftraggeber dokumentieren?
  • Förderrechtliche Aspekte; Vermeidung Widerruf von Zuwendungsbescheiden und Rückforderungen
Zur Teilnahme an diesem Webinar (Kurze Erklärung: Was ist das?) benötigen Sie lediglich einen Internetbrowser und Internetzugang. Es handelt sich um eine webbasierte Software, die keine Installation erfordert und es gelten diese Hardwarevoraussetzungen für unsere Plattform. Weitere Informationen zur Teilnahme und zu den technischen Voraussetzungen erklärt dieses kurze Video. Ihre Zugangsdaten sowie weitere relevante Informationen erhalten Sie nach Anmeldung.
Referenten
Bastian  Haverland, Die Schwerpunkte seiner anwaltlichen Tätigkeit liegen seit 2006 in der begleitenden Rechtsberatung von Bauvorhaben, der Beratung von Vergabeverfahren im Bau- (VOB) als auch Dienstleistungsbereich - Gesundheitswesen, IT-Vergabe, Transportdienstleistungen, Schülerbeförderung, soziale Dienstleistungen, Ingenieur- und Planungs- sowie Lieferleistungen (VOL und VgV) sowie Vertragsgestaltung, der Durchführung von Nachprüfungsverfahren vor Vergabekammern und -senaten bundesweit sowie in der Führung von Prozessen vor staatlichen Gerichten. Daneben publiziert Herr Haverland regelmäßig in bau- und vergaberechtlichen Fachzeitschriften ("Immobilien und Baurecht - IBR" und "VergabeNavigator") und ist Mitarbeiter des von Leinemann & Partner herausgegebenen Informationsdienstes "Neues zum Baurecht" sowie Mitautor von "Die Vergabe öffentlicher Aufträge". Herr Haverland ist Referent bei bau- und vergaberechtlichen Seminaren verschiedener Einrichtungen, wie Bauakademie Nord, Kommunales Bildungswerk e.V., Behördenspiegel, der Akademie für Recht und Steuern (ARS) in Österreich. Er ist Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht sowie Partner der Sozietät. Seit Juli 2016 führt Herr Haverland zusätzlich den Titel Fachanwalt für Vergaberecht.
Andreas  Rosenauer, Nach Abschluss des Referendariats, in welchem Herr Rechtsanwalt Rosenauer einen Einblick in die Tätigkeit verschiedener Wirtschaftskanzleien, insbesondere im Bereich der Immobilientransaktionen, Legal Due Diligence und Unternehmenstransaktionen erhalten hat und einem Auslandsaufenthalt in Shanghai, bei der international tätigen Kanzlei, begann Herr Andreas Rosenauer im Jahr 2016 seinen beruflichen Werdegang bei LEINEMANN PARTNER RECHTSANWÄLTE am Standort Berlin. Dort betreute er zunächst mehrere Großbauprojekte im Infrastrukturbereich und sammelte erste Erfahrungen bei vergaberechtlichen Fragestellungen im Bereich der Bauvergabe (VOB) und Vergabe von Liefer- und Dienstleistungen (UVgO und VgV). Nach einem Wechsel in das Team von Herrn Haverland intensivierte Herr Rosenauer seine Tätigkeiten im Bereich des Vergaberechts. Insbesondere bei der Begleitung einer Vielzahl von Verfahren in dem Bereich von allgemeinen Liefer- und Dienstleistungen, aber auch künstlerischen und wissenschaftlichen Leistungen (insbesondere bei Beschaffungen einer oberen Bundesbehörde) und ebenfalls weiterhin bei Vergabeverfahren im Baubereich, konnte Herr Rosenauer umfangreiche praktische Erfahrungen sammeln. Ebenso erarbeitete sich Herr Rosenauer umfangreiche Kenntnisse im Bereich der Vertragsgestaltung und bei der Bearbeitung von Vertretung in Nachprüfungsverfahren. Darüber hinaus ist Herr Rosenauer Bundesweit erfahren in der Führung von Prozessen vor staatlichen Gerichten. Selbstverständlich ist Herr Rosenauer auch weiterhin in dem Bereich des Bau- und Architektenrechts tätig und hat auch in diesem Bereich zwischenzeitlich, wie im Bereich des Vergaberechts, den Lehrgang zum Fachanwalt erfolgreich abgeschlossen. Daneben publiziert Herr Rosenauer in bau- und vergaberechtlichen Fachblättern (NzV) und hat bei der Kommentierung des von Leinemann Partner Rechtsanwälte herausgegebenen Kommentars zur VOB/B mitgewirkt.
Termin und Ort
Zeitraum:
03.02.2022 09:00 Uhr - 03.02.2022 12:00 Uhr

Preis
189,- Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung


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