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Das aktuelle Dienstunfallrecht der Bundes- und Landesbeamten
Gegenstand des Seminars

Das Dienstunfallrecht ist ein wichtiges Nebengebiet des Beamtenrechts und von großer praktischer Bedeutung. Unfälle kommen im Dienst leider häufig vor. Die Bandbreite von Fallgestaltungen ist enorm, die Tatbestandsanforderungen der §§ 31 ff. BeamtVG hoch. Vielfach stellen sich schwierige Abgrenzungsprobleme bei der Frage, ob ein anerkennenswerter Dienstunfall vorliegt oder ein entsprechender Antrag abzulehnen ist. Oft spielen medizinische Fragestellungen eine entscheidende Rolle; schwierige Beweislastfragen können sich stellen. Hinzu kommen Sonderprobleme, wie sie etwa bei Unfällen in Telearbeit oder bei mobiler Arbeit auftreten können. Auch die versorgungsrechtlichen Folgen eines einfachen oder qualifizierten Dienstunfalls sind nicht immer einfach zu bestimmen. Dieses Seminar gibt neben einer systematischen Darstellung des Dienstunfallrechts einen aktuellen Überblick über die einschlägige Rechtsprechung. Ergänzt wird dies durch zahlreiche Bearbeitungshinweise zu Dienstunfallanträgen und Lösungsvorschlägen für schwierige Fälle.

Zielgruppe

Zielgruppe sind Mitarbeiter in Dienstunfallfürsorgestellen, Beamte im Bund, in den Ländern und Kommunen, begutachtende Ärzte, Rechtsanwälte, Richter und Personalräte.

Seminarablauf

Themenüberblick, 09:30-17:00 Uhr:

Dienstunfall

  • Ursächlicher Zusammenhang
  • Geschützte Tätigkeiten
  • Unfallbegriff
  • Beweislastgrundsätze
  • Aktuelle Problemkreise bei Telearbeit/mobiler Arbeit

Wegeunfall

  • Beginn/Ende des Wegeunfallschutzes
  • Unterbrechung des inneren Zusammenhangs mit Dienst
  • Dritter Ort
  • Gesetzliche Sonderregelungen
  • Sonderfälle (Tanken, Pflege Angehöriger usw.)

Berufskrankheiten/Heilverfahren

Unfallausgleich und MdE/GdS

Der qualifizierte Dienstunfall

  • Erhöhte Unfallversorgung nach §§ 37, 43 BeamtVG
  • Fallgruppen mit besonderer Lebensgefahr
  • Angriffe auf Beamte im Dienst
  • Außerdienstliche Angriffe/Auslandsverwendungen

Das Melde- und Untersuchungsverfahren

  • Meldung
  • Fristen
  • Unfalluntersuchung

Begutachtung

  • Gutachterauswahl
  • Aufgabe/Rolle des Gutachters
  • Gutachtenauftrag/Formulierungshilfen
  • Gutachtenauswertung

Das Heilverfahren

Sachschadensersatz

  • Anspruchsvoraussetzungen
  • Fallgruppen
  • Sachschadenserstattungsrichtlinie des BMI v. 28.3.2019

Dienstunfallschutz für Personalräte und andere Funktionsträger

Sonderfragen (Steuern/Haftung/Schmerzensgeld)

Referenten
Dr.  Jörg-Michael   Günther, Ministerialrat, wurde 1960 geboren und war von 1989 bis 1994 stellvertretender Rechtsamtsleiter der Stadt Ratingen. Er promovierte 1993 bei Prof. Dr. Dr. Klaus Stern zu einem umweltrechtlichen Thema. Von 1994 bis 1998 war er Referent für Abwasser- und Wasserrecht im Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft NRW; von 1998 bis 2017 leitete er das Dienstrechtsreferat. Seit 2018 ist er Leiter des Justitiariats und des Referates für Öffentliches Dienstrecht. Dr. Günther ist Mitautor des Kommentars Schrapper/Günther, LBG NRW, 2. Aufl. 2017, Rezensent für die ZBR und Autor zahlreicher Aufsätze zum Beamtenrecht. Gemeinsam mit dem Dozenten Prof. Dr. Michaelis ist er Autor des Werkes „Das Dienstunfallrecht für Bundes- und Landesbeamte“, München 2019.
Prof. Dr.  Lars Oliver  Michaelis, wurde 1972 geboren und war von 2003 bis 2005 Juniorprofessor für Deutsches und Europäisches Verwaltungsrecht an der FernUniversität Hagen. Er wechselte zur E.ON Ruhrgas AG und war dort 2005 bis 2012 Abteilungs- und Bereichsleiter im Rechtsbereich. Seit 2012 ist er Professor für Staats-, Europa- und Beamtenrecht an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW. Prof. Michaelis ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zum Beamtenrecht, u.a. Rezensent für die ZBR, und gemeinsam mit dem Dozenten Dr. Günther Mitautor des Werkes „Das Dienstunfallrecht für Bundes- und Landesbeamte“, München 2019.
Termin und Ort
Ort:
Tagungshotel (wird noch bekannt gegeben)
Berlin


Zeitraum:
29.10.2020 09:30 Uhr - 29.10.2020 17:00 Uhr

Preis

699,- Euro (Endpreis)
Der Preis setzt sich aus der umsatzsteuerfreien Teilnahmegebühr und
einer umsatzsteuerpflichtigen Tagungspauschale zusammen.

Zur Anmeldung


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