Erfahrungen austauschen und neue Lernwege nutzen in den
Führungskräfte Foren und Praxisseminaren des Behörden Spiegel


PRÄSENZ: Führung in Belastungssituationen
Führung mit weniger Personal und mehr Aufgaben
Gegenstand des Seminars
Die Statistiken zur Personalentwicklung im Öffentlichen Dienst offenbaren: Fachkräftemangel und Pensionierungswelle der sog. Baby-Bommer werden den Druck auf die vorhandenen Beschäftigten noch erhöhen. Gleichzeitig sind die öffentlichen Kassen leer, allein die Kriege und deren Folgen haben den finanziellen Spielraum für die Bewirtschaftung oder Umschichtung des Stellenplans weiter verkleinert. Zwar ist der Ruf nach Entbürokratisierung lauter geworden und einige Maßnahmen hierzu sind bereits beschlossen worden, aber die Erfahrung zeigt, dass gleichzeitig immer neue Gesetze beschlossen werden und von den zuständigen Gebietskörperschaften umgesetzt werden müssen. Im Bundesrat oder spätestens bei dem Erlass von Zuständigkeits-Verordnungen wird deutlich, dass sich die Widerstände der in Betracht kommenden Vollzugsbehörden auf Landes- oder Kommunalebene zur Übernahme von zusätzlichen Aufgaben erhöhen. Gleichzeitig zeigen die Statistiken, dass die arbeitsbedingten psychischen Belastungen steigen und sich die Zahl der psychisch bedingten Personalausfälle auch im Öffentlichen Dienst erhöhen. Ein Teufelskreis, bei dem letztlich die Glaubwürdigkeit des Staates als leistungsfähige Serviceeinheit für die Bürgerinnen und Bürger und die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber auf dem Spiel stehen.

Diese herausfordernde und sich zuspitzende Situation ist für die Führungskraft, der eine besondere Verantwortung zur Steuerung und Abfederung dieser Entwicklung nach innen zukommt, eine echte Belastungsprobe. Sie steht vor der schwierigen, aber lösbaren Aufgabe mit weniger Personal mehr Aufgaben bewältigen zu müssen, ohne das vorhandene Personal oder sich selbst zu überfordern.

Das Seminar zeigt angesichts der Personalentwicklung im Öffentlichen Dienst die aktuellen Herausforderungen auf und entwickelt im Austausch mit den Teilnehmenden konkrete Instrumente eines verantwortungsvollen Führungshandelns zum Umgang mit Belastungssituationen. Den Teilnehmenden wird auch Gelegenheit zum vertraulichen Erfahrungsaustausch gegeben.
Zielgruppe
Führungskräfte in der Öffentlichen Verwaltung
Seminarablauf

Das Seminar wird - kurz und prägnant - auf folgende Punkte eingehen:

  • Ein Blick in die Statistik: Aktuelle und künftige personelle Herausforderungen im Öffentlichen Dienst
  • Gutes Belastungsmanagement als Instrument zur Personalbindung
  • Belastungsmanagement als Führungsaufgabe
  • Belastungssituationen erkennen und thematisieren
  • Überblick: Führungsinstrumente zum Umgang mit Belastungssituatione
    • im Team
    • ggü. der nächsthöheren Führungsebene
    • ggü. der Personalabteilung
  • Offene und wertschätzende Kommunikation und effiziente Gesprächskultur
  • Konzentration staatlicher Aufgaben: Prioritätensetzung in der Organisation und im Team
  • Art und Weise der Aufgabenerfüllung
  • „Nein“ sagen und die Folgen
  • „Liegenlassen“ oder „quick and dirty“?
  • Nachhaltiger Umgang mit Überstunden
  • Stärkung der Resilienz und Ausgleich schaffen
  • Psychische Belastungen im Team erkennen und darauf reagieren
  • Selbstfürsorge: Die Führungskraft als Vorbild
  • Von der Praxis für die Praxis: Erfahrungsaustausch zum Umgang mit Belastungssituationen
  • Fazit: bewährte Instrumente zum Belastungsmanagement
Referenten
Maria  Mattioli, LL.M war 13 Jahre im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW tätig, davon war sie fast 7 Jahre als Führungskraft für die Leitung des Referats für Arbeitsrecht, Arbeitsschutzrecht und Sozialen Arbeitsschutz einschließlich der Fachaufsicht gegenüber den Bezirksregierungen verantwortlich. Nach den beiden Juristischen Staatsexamina in Deutschland und einem Masterabschluss im Europarecht in Brüssel begann Frau Mattioli ihre berufliche Laufbahn als Anwältin in einer deutschen Großkanzlei in Brüssel, zu deren Mandantschaft die EU-Institutionen und die Bundesregierung zählte. Anschließend wechselte sie als Wirtschaftsjuristin in das Brüsseler Büro eines großen deutschen Medienkonzerns, bevor sie als Rechtsanwältin mit arbeits- und verwaltungsrechtlichem Schwerpunkt wieder in Deutschland tätig war. Mit ihrer Zusatzqualifikation als Mediatorin (Master) führte sie auch Mediationsverfahren in Wirtschaftskonflikten durch. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten war Frau Mattioli als (Hochschul-)Dozentin und in der Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten der Öffentlichen Verwaltung sowie in der praktischen Ausbildung von Rechtsreferendarinnen und -referendaren tätig.
Termin und Ort
Ort:
Tagungshotel (wird noch bekannt gegeben)
Düsseldorf


Zeitraum:
20.11.2024 10:00 Uhr - 21.11.2024 17:00 Uhr

Preis
990,- Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung


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