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Führungskräfte Foren und Praxisseminaren des Behörden Spiegel


PRÄSENZ: Nachhaltiges Bauen in der Planungs- und Vergabepraxis
Gegenstand des Seminars
Nachhaltigkeit gewinnt immer größere Bedeutung als Handlungs- und Entscheidungsmaxime für die öffentliche Hand. Gefordert ist der wirtschaftlich nachhaltige Mitteleinsatz, ökologische nachhaltiges Handeln als Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und die Förderung sozialer Nachhaltigkeit in den Lieferketten. Insbesondere beim Klimaschutz kommt dem öffentlichen Sektor eine Vorbildrolle zu, die sich in politischen Zielsetzungen von Bund, Ländern und Kommunen ebenso wie in gesetzlichen Verpflichtungen niederschlägt. Bautätigkeiten der öffentlichen Hand, sowohl im Bereich von Infrastrukturmaßnahmen als auch im Gebäudesektor, sind davon in besonderer Weise betroffen.

Die Umsetzung von Anforderungen zur ökologischen Nachhaltigkeit und insbesondere der Reduzierung von Treibhausgasemissionen stellt öffentliche Bauherren jedoch regelmäßig vor schwierige Herausforderungen gleich am Anfang eines Projekts. Schon im Zuge der Bedarfsfestlegung und der ersten Ausschreibungen werden wichtige Weichen gestellt. Um hinreichend konkrete Nachhaltigkeitsanforderungen in die Vergabeentscheidung einfließen zu lassen und mit den interessierten Planungsunternehmen – ob General- oder Fachplaner – über Nachhaltigkeitsaspekte zu verhandeln, ist ein gewisses Verständnis dafür, wie Nachhaltigkeit in der Baupraxis verwirklicht wird, unerlässlich. Gleichzeitig müssen die Verantwortlichen auf Seiten der öffentlichen Bauherren sicherstellen, dass die Projektdurchführung rechtssicher, zweckmäßig und kostensensibel ist und bleibt – sowohl in Beschaffungsprozessen als auch während der Durchführung des Bauvorhabens.

In diesem Seminar geben die Referenten praxisnahe Einblicke, wie sich Nachhaltigkeit in Bauprojekten verwirklichen lässt – und zwar sowohl aus bautechnischer Sicht als auch mit Blick auf das Bauvergabe- und –vertragsrecht. Die Bedeutung nachhaltiger Baumaterialien, neue Möglichkeiten mittels Einsatz der BIM-Methode und die Grundlagen der Zertifizierungen für nachhaltiges Bauen werden ebenso erörtert wie konkrete rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten. Insbesondere im Hinblick des neuen Koalitionsvertrages werden die Referenten eine erste Einschätzung zur Umsetzung geben.
Seminarablauf
Seminarablauf
  • Begrüßung
  • Was bedeutet Nachhaltigkeit für Bauprojekte der öffentlichen Hand?
    • Begriffe
    • Tatsächliche Relevanz: Emissionsquellen und Kosten im Lebenszyklus
    • Rechtliche Relevanz: Anforderungen an öffentliche Bauwerke und Gebäude
  • Wie entstehen nachhaltige Bauwerke/Gebäude – und woran erkennt man sie?
    • Nachhaltige Baumaterialien
    • Chancen bei Planung und Betrieb aus dem Einsatz der BIM-Methode
    • Zertifizierungen zur Nachhaltigkeit
  • Wie kann die öffentliche Hand Nachhaltigkeit bei ihren Bauvorhaben rechtssicher und praxistauglich verwirklichen?
    • Beschaffung zwischen Leistungsbestimmungsrecht und Vergaberecht
    • Gestaltungsmöglichkeiten im neuen Bauvertragsrecht
  • Fazit
Referenten
Larissa  Bahmer, LL.M. (EUI) ist juristische Mitarbeiterin im Team um Dr. Martin Schellenberg bei HEUKING KÜHN LÜER WOJTEK. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Hamburg, Rom und Florenz mit Schwerpunkt auf dem öffentlichen Wirtschaftsrecht und Unionsrecht arbeitet sie derzeit an einer Dissertation zu Regelungsstrukturen für die energieintensive Grundstoffindustrie auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität.
Dr.  Christian  Böttcher, hat 1996 sein Bauingenieurstudium an der TU Braunschweig abgeschlossen und ist seit 2004 als Beratender Ingenieur im Bauwesen tätig. Mit seinem Ingenieurbüro panta ingenieure GmbH, plant er unter Einsatz modernster Planungsmethoden bundesweit Bauwerke des Hochbaus und des Ingenieurbaus für öffentliche und private Auftraggeber. Als Prüfingenieur für Bautechnik, Prüfsachverständiger im Eisenbahnwesen und Prüfingenieur für Verkehrswasserbauten an Bundeswasserstraßen etc. überprüft er unabhängig die Planung und Ausführung von komplexen Baumaßnahmen. Zudem inspiziert und überwacht er Bestandsbauwerke, z.B. durch den Einsatz von innovativen Monitoring-Systemen.
Dr.  Martin  Schellenberg, ist Fachanwalt für Vergaberecht und Partner in der Sozietät HEUKING KÜHN LÜER WOJTEK. Mit seinem Team hat er sich auf die rechtliche Begleitung komplexer Infrastrukturprojekte spezialisiert. Regelmäßig vertritt er die öffentliche Hand auch vor Gerichten und Nachprüfungskammern. Bei Branchendiensten wie JUVE, Handelsblatt und WHOISWHO ist er vielfach als führender Rechtsanwalt für den Bereich Infrastruktur/Vergabe ausgezeichnet worden.
Termin und Ort
Ort:
Sozietät HEUKING KÜHN LÜER WOJTEK
Neuer Wall 63
20354 Hamburg


Zeitraum:
13.01.2022 10:00 Uhr - 13.01.2022 14:00 Uhr

Preis
250,- Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung


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