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Führungskräfte Foren und Praxisseminaren des Behörden Spiegel


Voraussetzungen, rechtliche Rahmenbedingungen und Methoden des Lobbyismus
Was brauchen Lobbyisten? Was dürfen Lobbyisten? Wie machen‘s Lobbyisten?
Gegenstand des Seminars

Die Tätigkeit von Lobbyisten ist ein wichtiger Beitrag zur demokratischen Willensbildung. Je qualifizierter und gewissenhafter diese Tätigkeit ausgeführt wird, umso höher ist ihr Beitrag zur Demokratie. Daher sollte jeder Lobbyist und jede Lobbyistin, ob für einen Verband oder ein Unternehmen tätig, nicht nur das Wissen um die notwendigen wie möglichen Instrumente für zielgerichtetes Lobbying haben. Es ist auch wichtig zu verstehen, wie die Arbeit legitimiert ist, welche personelle und materielle Ausstattung für diese spezielle Tätigkeit erforderlich ist und wann rechtliche, insbesondere strafrechtliche und beamtenrechtliche Grenzen erreicht sind.

Unter den Überschriften „Was brauchen Lobbyisten? Was dürfen Lobbyisten? Wie machen‘s Lobbyisten?“ werden in diesem Seminar die Grundpfeiler der lobbyistischen Arbeit beleuchtet. Mit dem vermittelten Wissen und den praktischen Instrumenten soll sichergestellt werden, dass die Teilnehmenden ihre Lobbytätigkeit anspruchs- und verantwortungsvoll ausführen. Das Seminar ist in diesem Sinne daher nicht nur eine juristische Schulung, sondern vor allem ein praktischer Ratgeber für eine zielgerichtete Lobbyarbeit in Berlin.

Seminarablauf

Themenüberblick, 09:30-17:30 Uhr:

  • Begrüßung, Vorstellung der Teilnehmenden
  • Einleitung
    • Unterschiede zwischen Lobbyismus, Public Affairs, Public Relations und Pressearbeit
    • Rechtliche Legitimation des Lobbyismus: Lobbyismus als demokratische  Willensbildung und als Ausdruck der Meinungs- und Pressefreiheit
    • Selbstverständnis und Selbstbewusstsein von Lobbyiste
  • Teil 1: Was brauchen Lobbyisten?
    • Personelle und materielle Voraussetzungen für Lobbytätigkeit (Personalbedarf, Büroausstattung, Nutzung von Datenbanken für Politikmonitoring, Medienbeobachtung, Terminerfassung und Kontakte), Einordnung in die Organisationshierarchie, die Zusammenarbeit mit anderen Organisationseinheiten
  • Teil 2: Was dürfen Lobbyisten?
    • Der organisationsrechtliche Rahmen beim Lobbying (GGO, GOBT etc.), die Bedeutung des Lobbyregisters und des EU-Transparenzregisters, strafrechtliche und beamtenrechtliche Grenzen des Lobbyismus, urheberrechtliche Probleme, die Bedeutung unternehmensinterner Compliance-Richtlinie
  • Teil 3: Wie machen’s Lobbyisten?
    • Festlegung der Ziele der Lobbyarbeit, Stakeholder-Analyse, Netzwerkbildung, Einzel- und Gruppengespräche
    • Erfassung von politischen Dokumenten in der Praxis
    • Parlamentarische Instrumente, die Lobbyisten vorschlagen können
  • Teil 4: Das Auftreten von Lobbyisten
    • Für und Wider einzelner Veranstaltungsformen, Lobbyisten als Dienstleister – für das Unternehmen bzw. den Verband, sowie für Politik und Verwaltung
    • Rolle der Lobbyisten bei der politischen Willensbildung in Verbänden und Unternehmen
Referenten
Dr.  Thomas  Freund, Jahrgang 1958, stammt aus dem
Ruhrgebiet. Nach dem 1976
in Essen abgelegten Abitur
studierte er Romanistik und
Germanistik in Bonn, Lissabon und Köln. Er schloss mit
dem ersten Staatsexamen für
das Lehramt an der Sekundarstufe II ab. Dem Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz folgte ein Forschungsaufenthalt in Lissabon (1985–1987). Seine Promotion erfolgte im Mai 1988 in Köln. Von 1987 bis 1988 war er Volontär an der Hamburger Journalistenschule, im Anschluss arbeitete er als Redakteur im Politischen Ressort des Wirtschaftsmagazins „impulse“. 1993 kam Freund als Leiter der Pressestelle der SPD-Landtagsfraktion nach Mecklenburg-Vorpommern. Im Januar 1995 wurde er stellvertretender Regierungssprecher. Nach der Landtagswahl 1998 stieg Freund unter Ministerpräsident Harald Ringstorff zum Regierungssprecher auf. Von 2002 bis 2011 war er als Staatssekretär Bevollmächtigter des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund. Heute ist er als freiberuflicher Politikberater tätig.
Dr.  Martin  Gerig, leitet die Public Affairs-Abteilung für die Red Bull Deutschland GmbH und vertritt das Unternehmen bei den Bundesbehörden, den relevanten Verfassungsorganen sowie in Wirtschafts- und Fachverbänden. Zuvor hatte Gerig als Head of Public Affairs der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP Mandanten insbesondere bei energie- und umweltpolitischen Fragen rechtlich und strategisch beraten. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Fraktionsreferent für den Rechtsausschuss im Deutschen Bundestag hat er unmittelbar am Gesetzgebungsverfahren mitgewirkt. Er promovierte im Bereich Erneuerbare Energien (Dr. iur.) und verfügt über einen Master of Laws im Völkerrecht und internationaler Politik (LL.M.). Er ist Lehrbeauftragter der Quadriga Hochschule Berlin sowie der Technischen Universität Berlin.
Dr.  Cornelia  Henning, hat im Jahr 2014 das Hauptstadtbüro der K+S AG aufgebaut und vertritt seitdem die Interessen des Unternehmens in Berlin gegenüber der Bundespolitik. Thematischer Schwerpunkt der Lobbyarbeit sind die Themen Wirtschafts- und Industriepolitik sowie Umweltpolitik und Agrarthemen. Henning hat Verwaltungswissenschaften an den Universitäten Konstanz und Potsdam studiert und im Jahr 2015 am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin im Fachbereich Internationale Politik promoviert. Vor ihrer Tätigkeit für die K+S AG arbeitete Henning für Abgeordnete im Europäischen Parlament sowie im Deutschen Bundestag und war mehrere Jahre als Senior Manager Public Affairs bei der internationalen Beratungsagentur Hill+Knowlton Strategies tätig. In dieser Funktion unterstützte sie national und international tätige Unternehmen und Verbände bei ihrer Interessensvertretung gegenüber Politik und Administration auf Bundes-, Landes- und auf kommunaler Ebene.
Termin und Ort
Ort:
K+S Aktiengesellschaft, Hauptstadtbüro
Unter den Linden 32-34
10117 Berlin
Hinweise zur Anfahrt finden Sie unter: http://www.k-plus-s.com/de/standorte/europa/deutschland/ks-berlin.html


Zeitraum:
23.05.2019 09:30 Uhr - 23.05.2019 17:30 Uhr

Preis
750,- Euro zzgl. MwSt.
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