Erfahrungen austauschen und neue Lernwege nutzen in den
Führungskräfte Foren und Praxisseminaren des Behörden Spiegel


Rechtliche Fragestellungen bei schwierigen Personalgesprächen
Gegenstand des Seminars

Das Arbeitsleben unterliegt ständig und immer schneller, wirtschaftlichen und technischen Veränderungen. Die Unternehmen und Behörden nehmen Restrukturierungen vor, ändern Anforderungsprofile ihrer Beschäftigten und führen Leistungsbezahlungen ein. Führungskräfte und Personaler müssen daher immer häufiger ‚unangenehme’ Personalgespräche führen: von der Rüge bis zum Trennungsangebot; auch Gespräche mit sog. ‚Low-Performern’ nehmen zu.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen solcher Gespräche sollen in diesem Kompakt-Seminar vorgestellt werden. Solche Gespräche haben oft ein ‚juristisches Nachspiel’, auch vor den Arbeitgerichten. Gesetzliche Grundlagen sind nur rudimentär vorhanden.

Zielgruppe
Das Seminar wendet sich an alle, die solche (unangenehmen) Personalgespräche führen müssen. Aber auch für Betriebs- und Personalräte ist diese Veranstaltung geeignet.
Seminarablauf

Themenüberblick:

I. Rechtsgrundlagen

  • Kollektiv-rechtliche Vorschriften: BetrVG und Personalvertretungsrecht
  • § 314 Abs. 2 BGB, § 3 TV-L/TVöD: Aussprache vor einer Abmahnung?
  • Bei behinderten Menschen: § 2 SBG IX
  • Eingliederungsmanagement nach § 84 Abs. 2 SGB IX
  • Fehlzeiten-/Rückkehrergespräche: Rechtsgrundlage?

II. Teilnahmepflicht des Beschäftigten

  • Direktionsrecht nach § 106 GewO: Grenzen und Voraussetzungen
  • Ort des Gespräches?
  • Ankündigungspflicht des Arbeitgebers – Orientierung nach § 12 Abs. 2 TzBfG
  • Konsequenzen bei Nichtteilnahme des Beschäftigten

III. Mobbingvorwurf durch die Beschäftigten

  • Standard-Vorwurf des Beschäftigten bei unangenehmen Gesprächen?
  • Begriff des Mobbings oder ‚Belästigung’ nach § 3 Abs. 2 AGG
  • Rechtlich belastbare und sozial adäquate Gesprächführung
  • Taktisches Vorgehen

IV. Hinzuziehung von Dritten

  • Höchstpersönlicher Charakter solcher Gespräche, § 613 BGB
  • Anspruch auf Teilnahme von Betriebs- oder Personalräten, Rechtsanwälten?
  • Praktisches Vorgehen

V. Rechtsschutz

  • Bei Angebot auf Abschluss eines Aufhebungsvertrages?
  • Einstweiliger Rechtsschutz des Beschäftigten auf Unterlassung solcher Gespräche?
  • Verweisung auf Gesprächführung durch Rechtsanwalt?
Referenten
Jürgen  Kutzki, nach der Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst in Baden-Württemberg, Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Kehl, Abschluss: Dipl.-Verwaltungswirt, sammelte er erste berufliche Erfahrungen in der Kommunalverwaltung. Nach den beiden Staatsexamen begann er 1989 seine berufliche Laufbahn im höheren Dienst bei der Alexander von Humboldt-Stiftung, Bonn, als Rechts- und Haushaltsreferent. Von 1992 – 1993 war er Hauptamtlich Lehrender auf Zeit bei der Fachhochschule des Bundes, Köln. Von 1993 bis zum Jahre 2005 leitete er als Prokurist den Servicecenter Personal, Recht und Infrastruktur beim Fachinformationszentrum Karlsruhe (FIZ Karlsruhe). Seit 1. April 2005 hat RA Kutzki eigene Anwaltskanzleien und Kooperationen in Karlsruhe, Bonn, Singapur und Bangkok. RA Kutzki ist Mitherausgeber des TVöD-Kommentars: Dörring/Kutzki, Springer-Verlag, Heidelberg, 2006. Mitautor bei den Online-Kommentaren des Beck-Verlags, München, zum TVöD und TV-L, 2016.
Termin und Ort
Ort:
Novotel Berlin Mitte
Fischerinsel 12
10179 Berlin


Zeitraum:
07.03.2017 09:30 Uhr - 07.03.2017 13:00 Uhr

Preis
300,- Euro zzgl. MwSt.
Zur Anmeldung


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