Big Data im Public Sector – 20.02.14

Big Data im Public Sector
Analyse, Bearbeitung und Verwertung großer Datenmengen
20. Februar 2014, Berlin

Wurde noch vor hundert Jahren vom Informationsdefizit und dem dementsprechenden strategischen Wert von Daten gesprochen, herrscht heute ein Überangebot, das sich durch rein menschliche Arbeitskraft nicht mehr überwinden lässt. Denn die letzten Jahre waren durch ein ungeheures Datenwachstum gekennzeichnet. Im vergangenen Jahr waren es weltweit erstmals 1,8 Zettabyte und Prognosen zufolge verdoppelt sich das Volumen alle zwei Jahre. Problematisch an der großen Datenmenge ist, dass 80 Prozent der Daten unstrukturiert und damit schwer zu verwalten und analysieren sind. So wurden 2012 nur drei Prozent der Daten erfasst und 0,05 Prozent analysiert. Nicht nur der Datenmüll wächst, sondern auch die Nutzbarkeit der Daten.

Big Data ist ein vieldiskutiertes Thema, doch nur selten findet man tatsächliche Anwendungsbeispiele aus der öffentlichen Verwaltung. Dass auch hier zukünftig mehr Daten anfallen, liegt auf der Hand, wenn man allein an die Vielzahl von Fachverfahren, die komplexen Dienste sowie die Tausenden IT-Arbeitsplätze in den Behörden denkt. Im Bereich der Nutzung werden auch immer mehr Reaktionszeiten gefordert, die nicht mehr Tage dauern dürfen. Bei Großereignissen beispielsweise ist zur Steuerung der Polizei die Auswertung unterschiedlichster Massendaten, wie Meldungen aus der Überwachung, dem Mobilfunk und auch sozialen Medien in Echtzeit notwendig.

Selbst wenn Verwaltungs-Daten nicht alle ständig genutzt werden und auch nicht für umfassende Analysen zusammen geführt werden, machen sie deutlich, dass das Thema Big Data auch in der öffentlichen Verwaltung eine Herausforderung sein kann. Potentiale und Anwendungsmöglichkeiten von Big Data in der öffentlichen Verwaltung gemeinsam mit Ihnen zu diskutieren sowie Best Practice-Beispiele vorzustellen und Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen waren daher Ziele dieser Veranstaltung, die der Behörden Spiegel am 20. Februar 2014 gemeinsam mit Fraunhofer FOKUS in Berlin veranstaltete.

Vorträge:

Big Data: Herausforderung für die öffentliche Verwaltung
Dr. Klaus-Peter Eckert, Fraunhofer FOKUS

Massendaten und Technologie fest im Griff – Modellierung von Big Data Anwendungen
Armin Wallrab, Pre-Sales Manager, Talend Germany GmbH

Klasse trotz Masse – Big Data als Prämisse für Decision Intelligence
Andreas Nierlich, Senior Sales Manager, Empolis Information Management GmbH

Datenschutz und Big Data – Potentiale und Grenzen
Dr. Alexander Dix, Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit

Automatisierte Pseudonymisierung privater Daten – die Lösung des Datenschutzproblems
Hartwig Laute, Geschäftsführer, Recommind GmbH

Big Data im Deutschen Wetterdienst – Von heftigen Datenstürmen und der Logik im Nebel
Dr. Dieter Schröder, Abteilungsleiter, Deutscher Wetterdienst

Business Intelligence beim Zoll – Auf Schatzsuche im Datenmeer
Lars Riemenschneider, Zentrum für Informationsverarbeitung und Informationstechnik (ZIVIT)

Big Data Analytics für die moderne Verwaltung – Große Datenmengen beherrschen, analysieren und effizient nutzen
Andreas Nold, Strategische Geschäftsentwicklung Public Sector, SAS Deutschland

Einsatz von Data Warehouse und Business Intelligence bei der Berufsfeuerwehr Düsseldorf
David von der Lieth, stv. Abteilungsleiter Gefahrenabwehr und Rettungsdienst, Berufsfeuerwehr Düsseldorf

Big Data: Die Rolle kommunaler IT-Dienstleister
Dr. Danny Pannicke, Referent für Informationsmanagement, Bundesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister Vitako

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